
Tschechien, offiziell die Tschechische Republik, ist ein vielseitiges Land im Herzen Europas, das mit seiner reichen Geschichte, beeindruckenden Architektur und abwechslungsreichen Natur begeistert. Von sanften Hügellandschaften und dichten Wäldern bis hin zu historischen Städten bietet das Land zahlreiche Möglichkeiten für Erholung und Entdeckung.
Die Hauptstadt Prag gilt als eine der schönsten Metropolen Europas und fasziniert mit ihrer gut erhaltenen Altstadt, der berühmten Karlsbrücke und der Prager Burg. Doch auch Städte wie Brünn oder Pilsen überzeugen mit kultureller Vielfalt, lebendiger Atmosphäre und traditionsreicher Geschichte. Zudem ist Tschechien bekannt für seine jahrhundertealte Braukunst und seine kulinarischen Spezialitäten bekannt. Gemütliche Gasthäuser, regionale Küche und weltberühmtes Bier sind feste Bestandteile der tschechischen Lebensart.
Heute präsentiert sich Tschechien als modernes, dynamisches Land, das Tradition und Innovation auf harmonische Weise verbindet. Ob als Reiseziel, Kulturraum oder Wirtschaftsstandort – Tschechien bietet zahlreiche Facetten und Eindrücke, die es zu entdecken gilt.
Tschechien ist international für seine traditionsreichen Kurorte bekannt, die seit Jahrhunderten Besucher aus aller Welt anziehen. Besonders berühmt ist das sogenannte „Bäderdreieck“ mit Orten wie Karlsbad, Marienbad und Franzensbad. Ergänzt wird dieses Angebot durch den Kurort Jáchymov, der insbesondere für seine Radonheilbäder bekannt ist.
Die Kombination aus traditioneller Kurmedizin, modernen Wellnessangeboten und einer ruhigen, eleganten Atmosphäre macht die tschechischen Kurorte zu idealen Zielen für Erholung, Gesundheitsvorsorge und Entspannung. Hier lassen sich Körper und Geist in besonderer Umgebung regenerieren.
Kurort Marienbad
In Marienbad gibt es 40 Quellen die selbst in der Stadt entspringen, von dehnen nur 16 für Behandlungen genutzt werden.
Heilquellenart: Kalte Säuerlinge
Temperatur: 7°C bis 10 °C
INDIKATIONEN
• Erkrankungen der Nieren und Harnwege (chronische Entzündungen; Nieren- und Harnsteine nach Operation oder Druckwellenzertrümmerung; Prostataleiden – Entzündung und Zustände nach Operationen)
• Stoffwechselerkrankungen (Fettleibigkeit; Gicht; Verstopfung; Diabetes mellitus; Hyperlipoproteinämie)
• Gynäkologische Erkrankungen inkl. Behandlung von Unfruchtbarkeit (Entzündliche Erkrankungen der äußeren und inneren Gebärorgane; Zustände nach gynäkologischen Operationen; Sterilität und Infertilität; Klimakterium-Syndrom; akute sowie Stress-Harninkontinenz)
• Onkologische Erkrankungen (Rehabilitation von Patienten nach beendeter onkologischer Behandlung von Geschwüren an Brust und Geschlechtsorganen, ggf. andere onkologische Erkrankungen außer bösartigen Blutkrankheiten)
• Erkrankungen des Bewegungsapparats (Verebrogenes Schmerzsyndrom, Rückenschmerzen, degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates, Wirbelsäule und große Gelenke; Osteoporose; Zustände nach orthopädischen Operationen - auch nach Gelenkersatz)
• Erkrankungen der Atemwege (Chronische Entzündungen; Bronchialasthma; allergischer Schnupfen; Zustände nach Operationen der unteren Atemwege)
• Nebendiagnosen (Hypertonie; ischämische Herzkrankheit; ischämische Erkrankung der unteren Extremitäten; Potenzstörungen
Kurort Franzensbad
Die Kurgäste kommen seit mehr als 200 Jahren nach Franzensbad, um ihre Gesundheit zu stärken und verschiedene Krankheiten, die sie quälen, zu heilen. Bei der Kurbehandlung werden ausschließlich die Franzensbader Naturheilquellen genutzt als Trinkkuren, für Bäder und Anwendungen.
In Franzensbad gibt es zwei Typen von Mineralwässer - Brunnen und Bohrungen.
Im ersten Falle (Brunnen) handelt es sich um Quellen, die aus einer Tiefe von 4 m mit geringerer Mineralisierung und einem durchschnittlichen CO2-Gehalt erfasst werden, und die für die Trinkkur geeigneter sind.
Es handelt sich und folgende Quellen:
-Franzensquelle
-Neue Quelle
-Wiesenquelle
-Salzquelle
-Palliardi-Quelle
-Natalie-Quelle
-Cartellieri-Quelle
-Sophienquelle
-Eisenquelle
-Stephanie-Quelle
Im zweiten Falle handelt es sich um gebohrte Quellen mit höherer Mineralisierung und veränderlichen CO2-Gehalt. Diese Quellen werden sowohl für die Trinkkur – Glauber II, Glauber I, Sonnenquelle, Stanislaus-Quelle, Luisen-Quelle, als auch für Bäder – Glauber III, Neue Kirchenquelle, Adler- und Marianquelle verwendet. Die tiefste Bohrung ist die Quelle Glauber IV, die aus einer Tiefe von 92,6 m entspringt.
INDIKATIONEN
• Gefäß- und Herzkrankheiten: Zustände nach rheumatischer Herzentzündung; Ischämische Herzerkrankungen mit anginösen Anfällen und nach erlittenem Myokardinfakt; Bluthochdruckkrankheiten; Arteriosklerose der Gliedmaßen; einfache Vasoneurosen ohne Veränderung der Organe; Zustand nach Thrombose oder Thrombophlebitis ohne Anzeichen einer akuten Entzündung; Angeborene oder erworbene Herzklappenfehler ohne Kreislaufschwäche oder mit Kreislaufschwäche 1. Grades; Postoperativer Zustand bei angeborenen oder erworbenen Herzfehlern; einschließlich der Herzinfarkt-Nachbehandlung)
• Frauenleiden und Unfruchtbarkeit: Klimakterium; Primäre und sekundäre Sterilität; Störungen der Fruchtbarkeit, verursacht durch eine unregelmäßige Entwicklung der Geschlechtsorgane und Ovarialfunktionen mit entzündlichen Prozessen; Chronisch entzündliche Erkrankungen der inneren Geschlechtsorgane; Zustand nach Operationen der inneren Geschlechtsorgane; Nachsorgebehandlung nach Tumorerkrankungen im gynäkologischen Bereich oder Mammakarzinom
• Bewegungsstörungen: Schmerzhafte, vertebragene Syndrome (Rückenschmerzen); Arthritis in chronischem Stadium; Deformative Arthrosen beliebiger Ätiologie, einschließlich metabolisch bedingter Arthropathie mit wiederholt klinisch festgestelltem Befund; Diffuse Osteoporosen, vor allem der Wirbelsäule; Erscheinungen an Muskeln, Sehnen und Faszien
infektiösen, toxischen und traumatischen Ursprungs
Kurort Karlsbad
Karlovy Vary ist berühmt für sein Mineralwasser aus heißen Quellen. Dem Wasser werden seit Jahrhunderten Heilkräfte zugeschrieben. Einige Besucher und Kurgäste baden im Wasser, andere trinken das Wasser. Die Mehrzahl der Kurgäste kombiniert heute Trink- und Badekuren.
Kolonnaden und Quellen:
-Mühlbrunnenkolonnade
-Sprudelkolonnade
-Schlosskolonnade
-Marktkolonnade
-Gartenkolonnade
-Pavillon der Freiheitsquelle
-Alois-Klein-Pavillon
INDIKATIONEN
• Erkrankungen des Verdauungssystems – gewisse funktionelle und organische Erkrankungen des Magens, der Speiseröhre und der Därme, einschließlich der Refluxkrankheit der Speiseröhre, Geschwüre im Magen und Zwölffingerdarm, funktionelle Darmstörungen, wie z.B. habituelle Verstopfung, Zustände nach infektiösen und geheilten Darmparasitosen,
Reizdarmsyndrom (nervöser Darm), unspezifische Darmentzündungen – Morbus Crohn, idiopathische Proktokolitis, Zustände nach Darm-, Magen-, Gallen- und Gallenwegoperationen, chronische Leber- und Gallenerkrankungen, Zustände nach akuter Hepatitis und toxischen Schädigungen der Leber, chronische Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Zustände nach akuter Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), Zustände nach Transplantationen der Leber und Bauchspeicheldrüse
• Stoffwechselstörungen – Diabetes, Übergewicht und Adipositas, Gicht, Störungen des Fettmetabolismus
• Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates – degenerative Störungen der Wirbelsäule und der großen Gelenke, funktionelle Störungen der Wirbelsäule
• Paradentose – Zahnfleischerkrankunge
Kurort Jachymov
Jáchymov (Joachimstal) ist ein Badestädtchen im nordwestlichen Böhmen und gehört zur Region Karlovy Vary (Karlsbad) und wurde erstmals im Jahr 1510 in historischen Dokumenten erwähnt.
Dank des Silberabbaus unter der Herrschaft des Adelsgeschlechts Schlick entwickelte sich die Stadt nach ihrer Gründung rasant. Die von den Schlicks geprägten Silbertaler (Tolar) waren so einflussreich, dass sie später dem amerikanischen Dollar seinen Namen gaben. Mit dem Ende des Silberbergbaus verlor Joachimsthal jedoch an Bedeutung. Die Stadt ist eng mit der Entdeckung des Elements Radium durch Marie Curie Sklodowská verbunden. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden hier Uranbergwerke errichtet, in denen politische Gefangene unter schweren Bedingungen arbeiten mussten. Zudem entstanden zahlreiche Arbeitslager in der Umgebung. Im Zuge des Bergbaus entdeckte man radonhaltige Quellen, in folge dessen wurde ein bis in die Gegenwart bedeutender Kurbetrieb begründet und die Stadt bekam den Status ältestes Radiumsol-Heilbad der Welt.
Heute ist Jáchymov (Joachimsthal) eine renommierte Kurstadt, die für ihre besondere Radontherapie bekannt ist und Besucher aus aller Welt anzieht.
INDIKATIONEN
• Erkrankungen des Bewegungsapparates
• Entzündlich-rheumatoide Arthritis und weitere rheumatische Erkrankungen wie psoriatische Arthropathie, die Reiter-Krankheit und Morbus Bechterew
• Degenerative Zustände
• Zustände nach Entzündungserkrankungen der Gliedmaßen
• Zustände nach Verletzungen des Bewegungsapparates
• Degenerative Erkrankungen der Gelenke und der Wirbelsäule
• Weichteilrheumatismus (Fibromyalgien, Dypuytren - Kontraktur usw.)
• Zustände nach Unfällen und Operationen des peripheren Nervensystems und der Gelenke (totale Endoprothesen)
• Neuralgien, Neuritiden bei rheumatischen Erkrankungen, Wurzelneuralgie entzündlichen oder Unfallursprungs
• Störungen des Stoffwechsels (z.B. Gicht)
• Erkrankungen des peripheren Nervensystems und der Gefäße
